Jeder, der sich schon immer über schlechte Bildqualität geärgert hat, weil er schräg auf den Monitor geguckt hat, findet hier eine charmante Variante für “Schräggucker”.
Auf den ersten Blick sah es aus wie ein simpler youtube-clip, der am Ende per Hotspot-Klick auf den nächsten clip weiterführt. Letztendlich funktioniert es auch so, bis der Protagonist den Rahmen des Players verlässt und auf die nebenstehende Werbung zugreift… und dann wirds ziemlich cool, denn jetzt übernimmt der User die Regie für die Fortsetzung der Story. Das funktioniert überraschend vielseitig, ich brauchte mehrere Versuche um einen “Error 404″ zu bekommen.
Für alle Fans der Original NES Version ein echtes Trüffelchen.
Zwei Dinge sind bemerkenswert:
1. Der Film zeigt einen Durchlauf durch alle Level mit nur EINEM Leben
2. Das Tracking auf wacklige Schulterkamera funktioniert ziemlich gut.
Der mit Abstand langweiligste Spieltag der WM ´10 ist kurz vorm Abpfiff. Zum Glück gibts Parallelprogram im Netz. Und dort stieß ich soeben auf einen liebevoll erdacht und produzierten Streifen ziemlich abgefahrener Franzosen. Wäre der Titel noch nicht belegt, so wäre “Aus Liebe zum Spiel” nicht verkehrt.
Wer jemals im Kosmos einer Agentur gefangen war oder sich mit Menschen jenes Schlages rumärgern musste wird einen tieferen Sinn in diesem hübsch gemachten Drama finden. Viel Glück!
Ich finde Fullscreen-Video-Websites großartig! …solange es nicht einfach nur Beauty-Shots ohne sinnvollen Zusammenhang hintereinandergehackt sind.
Die Geschichte ist entscheidend. Und an diesem Punkt wird es spannend, weil die Website hier gegenüber dem linearen Film (der von A-Z durchläuft) unendlich mehr Möglichkeiten bietet.
Es geht nicht mehr nur darum eine Story zu erzählen, sondern vielmehr eine digitale Marken-Erlebniswelt zu schaffen. Dieser Ansatz gilt (galt) auch bei Marken-Websites ohne Video – funktioniert aus meiner Sicht bloß nicht so gut. Textinformationen müssen vom User abstrakt verarbeitet (decodiert) werden… wenn sie denn überhaupt gelesen werden! Fotos funktionieren schon ein Stück weit besser, weil sie direkte Signale (Stimmungen, Emotionen, Situationen,…) bieten, die Menschen bewusst und unbewusst verarbeiten.
Die nächste Steigerungsstufe ist demnach Video, das der menschlichen Wahrnehmung am nächsten kommt. Hier wird an weiteren Techniken (Stereoskopie, 3D,…) gearbeitet, dieser Wahrnehmung noch näher zu kommen… aber allein der Schritt, Video großformatig und als dramaturgisches Mittel einzusetzen ist nur logisch.
Menschen funktionieren neben aller professionellen Sachlichkeit definitiv emotional… ob sie wollen oder nicht.
Ein schönes Beispiel für eine digitale Erlebniswelt ist die Website von “Newcastle Brown Ale” -> http://newcastlebrown.com/
Die Seite basiert auf modularen Filmbausteinen, die unterschiedliche kleine Geschichten/Situationen zeigen. Der User bestimmt wie er sich in dieser Welt “The Block” bewegt. Das eigentliche Produkt spielt nicht die Hauptrolle, ist gleichzeitig aber stilvoll eingebunden und präsent. Das Drumherum ist entscheidend und wird durch nette kleine Ideen wie Rezepte, Thekenspiele und einen Plattenladen inszeniert. Es ist die Liebe zum Detail, die eine gute von einer beliebigen Website unterscheidet!
Entscheidend ist, das Video auf dieser Seite mit seinen Stärken eingesetzt wird und nicht als Erklärbär-Textersatz missbraucht wird. Video eröffnet dem User die Welt in der sich die Marke sehen möchte und transportiert das gewünschte Lebensgefühl, und die interaktive Programmierung bietet die Freiheit diese Markenwelt selbst zu entdecken.
In diesem Sinne, viel Geduld beim laden der Site und Spaß an schönen Bildern!
Michael
Wer kennt sie nicht, die kleinen, scheinbar sinnfreien Kritzeleien, die entstehen, wenn man beim telefonieren oder in tendenziell eher langatmigen Meetings, ausgehend von einer beliebigen Ecke des Papiers, anfänglich Kästchen und Kreise, dann immer phantasievollere Formen zeichnet.
Wenn es möglich sein sollte, den Charakter eines Menschen aus seinem Schriftbild zu erkennen, so sind diese Kritzeleien die reinste Offenbarung. Es lohnt sich darauf zu achten, wer kritzelt und wer nicht, wer strukturierte Kästchen malt oder wild geschwungene Formen, die sich zu abstrakten Pflanzen oder Tieren entwickeln. Interessant ist, dass die Motive meist unterbewusst gesteuert werden und der- oder diejenige manchmal garnicht merkt, dass und vor allem was er/sie malt.
Nehmen wir an, jetzt käme auch noch Talent für Zeichnung und Gestaltung hinzu… dann kann so etwas entstehen: